persönliches

Foto: Martina Walther

Mein Name ist Martina Walther und ich lebe nun nach 14 Stadtjahren in München wieder in der Nähe meines Geburtsortes Tegernsee (geb. 1972), nämlich im übernächsten Tal, dem Loisachtal.
Meine Familie und ich genießen das Landleben und teilen unser Zuhause mit Kaninchen, Hühnern, Enten und einem Hund.

Meine beiden Töchter sind 10 und 3 Jahre alt. Durch die Geburt meiner ersten Tochter kam ich auch zum ersten Mal mit der La Leche Liga (LLL) in Kontakt. Meine Tochter befand sich mit 7 Monaten in einem Stillstreik, der zum Glück nicht lange andauerte, aber trotzdem nervenaufreibend war. Ich kann mich noch gut an das Gefühl erinnern, was für eine Erleichterung es war, mit einer Stillberaterin zu sprechen, die mir helfen konnte, damit umzugehen.

Seit der Geburt und dem Mutterwerden und auch diesem ersten Kontakt mit der LLL, von der ich damals gar nicht wusste, was für eine Organisation das überhaupt war, beschäftigte ich mich sehr viel mit den Themen Geburt, Babymassage, dem Tragen von Babys und Kleinkindern, Attachement Parenting, gewaltfreie Kommunikation (M. Rosenberg) und dem gleichwürdigen Umgang mit Kindern, wie ihn Jesper Juul beschreibt. Daraus entsprang eine immer tiefere Überzeugung, dass der liebe- und respektvolle Umgang mit Babys und Kindern der erstrebenswerteste, sinnvollste, nachhaltigste und beglückendste ist - und zwar für Eltern und Kinder.

Als ich wieder schwanger wurde, entschloss ich mich dazu, nun auch mein Wissen über das Stillen zu vertiefen, so dass ich dies auch anderen Frauen weitergeben könnte. Da fiel mir die LLL wieder ein und so nahm meine Ausbildung, die ungefähr 2,5 Jahre dauerte, ihren Anfang (2006). Die Welt des Stillens war für sich genommen faszinierend und einfach zugleich, etwas das die Natur mit der ihr typischen Perfektion entwickelt hatte.

Zeitgleich gründete ich eine Stillgruppe in München, die es nun schon seit 2006 gibt.
Es ist immer wieder ein schönes Erlebnis, auf Mütter zu treffen, die erleichtert und froh aus der Stillgruppe gehen, da sie sich wieder in ihrer Intuition bestärkt fühlen. Trotz aller Aufklärung und Aufgeklärtheit gibt es zum Thema Stillen immer noch eine Menge Vorurteile und Ammenmärchen, die den Müttern das Leben schwer machen und sie verunsichern.

So intuitiv ich bei meiner ersten Tochter handelte, so informiert und ausgestattet mit Faktenwissen und Argumenten war ich bei meiner zweiten. Trotzdem ist man selbst damit nicht automatisch gegen gewisse Blicke, Reaktionen oder das Unwissen der Umwelt gefeit.

Diese Bestärkung (und auch das Faktenwissen ;-)) kann man sich aber wunderbar in einer Stillgruppe holen, deren Ziel es ist, Mütter zu beraten, ihnen fundierte Informationen zu geben, aber vor allem den Austausch mit Müttern in einer ähnlichen Situation zu ermöglichen und sie in ihrem individuellen Mutter-Sein auf ihrem Weg zu stärken.

Ich freue mich auf Euch und Euere Kinder!

Martina Walther